TRIO

Stefan Münzer Trio – „Cape Town“ live am 28. August 2020 open air bei Hemmerich Pianos

Die Saarbrücker Zeitung zum Konzert vom 14. Februar 2020 im Terminus Saarbrücken:

Beim Konzert des Stefan Münzer Trios platzt das Terminus in Saarbrücken aus allen Nähten… man steht so dicht gedrängt, dass man sich kaum drehen und daher auch nicht umfallen kann… es findet eins jener Jazz-Konzerte statt, für die das Terminus berühmt ist.

Das Stefan Münzer Trio stellt sein erstes Album „Utopia“ vor, das mit einem hohen Anteil freier Improvisation Einflüsse aus Jazz, Klassik und Neuer Musik integriert…. unvoreingenommen, sensibel und zupackend…. Mal subtil klangforscherisch, mal straff strukturiert mit Anleihen an Bachs Kunst der Fuge – weiträumige offene Passagen wechseln mit stimulierenden Grooves und mitreißendem Flow.

(Zitate aus dem Artikel von Kerstin Krämer, Saarbrücker Zeitung vom 17. Februar 2020

Hemmerich-Pianos (Losheim) hat uns für das Konzert ihren Yamaha CFX Konzertflügel zur Verfügung gestellt!

Eindrücke vom Konzert am 14. Februar im Terminus Saarbrücken:

Jazz kann nicht eine Musik sein, die vorherbestimmte Erwartungen erfüllt. Jazz kann nicht schematische Formen abrollen und Leerräume mit Floskeln füllen. Jazz geschieht im Moment. Das Stefan Münzer Trio lebt dieses Grundgefühl des Jazz: Sich von Erwartungen lösen, Kontrolle abgeben, Überraschungen annehmen, Kontrapunkte setzen, in der Gegenwart lebendig sein. Jazz bedeutet jetzt.

Prelude Part I (excerpt) – Stefan Münzer Trio
Inner Rain (excerpt) – Stefan Münzer Trio
Break Through (excerpt) – Stefan Münzer Trio
Fragment (excerpt) – Stefan Münzer Trio
First Light (excerpt) – Stefan Münzer Trio
Stefan Münzer, Christian Fischer, Jan Oestreich
Foto: Kamilia Zabaca

Stefan Münzer (Klavier), Jan Oestreich (Kontrabaß) und Christian Fischer (Schlagzeug) zeichnen ihr musikalisches Tableau in einem eigenen Raum. Sie sind keine Newcomer. Sie haben seit Jahrzehnten die Musik durchmessen, vom konventionellen zum freien Jazz, von indischen Ragas zu zeitgenössischer Musik. Diese weite Hör- und Spielerfahrung durchfließt ihren Raum, macht das Vertrauen ins Loslassen möglich. Die Musik will, dass man den sich abzeichnenden, inneren Erwartungen folgt.

 Die Kernideen der Komposition bieten das Zentrum für das Spiel des Trios. Dabei ist die Entwicklung im Spiel charakteristisch: Die Kernideen werden konsequent ausgedeutet, sie werden nicht durch mosaikartige Brüche und Einschübe, nicht durch überkomplexe Kompositionstechnik verspielt und zerstört. Dadurch gelingt ein innerer Zusammenhalt bei allem Ideenreichtum und aller Freiheit, die sich das Trio nimmt. Stefan Münzer, Jan Oestreich und Christian Fischer pflegen eine Haltung der unbedingten Relatedness bei der Improvisation. Bezogenheit und das Aufnehmen der Impulse ist wichtiger als alles andere – ein intuitives, waches Spiel jetzt.

Das Album UTOPIA erscheint auf dem Label wismART.

Foto: Kamilia Zabaca